Wirtschaft

Georgien mit  3.7 Mio. Einwohnern auf einer Fläche von 69.700 km² hat eine strategische Lage, weil das Land sich an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien befindet. Georgien ist ein demokratischer Staat, der  im Norden an Russland, im Süden an die Türkei und Armenien und an Aserbaidschan im Osten grenzt. Die Hauptstadt ist Tbilisi. Georgien zeichnet sich in jüngster Vergangenheit insbesondere durch weitreichende Reformen aus, so dass sich das Land in kürzester Zeit immer mehr als Investitionsstandort herausgebildet hat. Dabei schaffen vor allem die Liberalisierung des Arbeitsrechts sowie die unternehmerfreundliche Steuerpolitik das Fundament für Unternehmensgründungen ausländischer Investoren sowie für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum des Landes.  Georgien profitiert von DCFTA mit der Europäischen Union, das eine Komponente des Assoziierungsabkommens bildet. Darüber hinaus bestehen die Freihandelsabkommen mit der Türkei, China und den GUS-Staaten. Dies schafft eine gute Basis für fremde Unternehmen auf dem georgischen Markt zunehmend aktiv zu sein und diese Möglichkeit in Anspruch zu nehmen, um auf den Märkten mit 2,3 Milliarden Abnehmern ohne Zollabgaben zu agieren.

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Georgien sind vielfältig und intensiv. Auch wenn der georgische Markt mit 3,7 Mio. Einwohnern verhältnismäßig übersichtlich bleibt, bietet er für deutsche Unternehmen vielfältige Chancen für Handel und Investitionen. Derzeit sind ca. 300 deutsche Firmen in Georgien aktiv. Deutschland ist der siebtgrößte5 Handelspartner Georgiens.

Abkommen über Förderung und gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen und Doppelbesteuerungsabkommen sowie weitere Abkommen im Wirtschaftsbereich bilden die rechtlichen Grundlagen für die wirtschaftliche Zusammenarbeit. Im Jahr 2007 wurde in Georgien Deutsche Wirtschaftsvereinigung (DWV) als AHK-/IHK-Partnerin in Georgien gegründet. Die Vereinigung hat über 170 Mitglieder aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen der Wirtschaft. DWV ist gleichzeitig offizielle Repräsentantin der Messe Frankfurt und Senior Experten Service. DWV strebt das Ziel an, die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Georgien zu fördern und Ansprechpartner für die deutschen Unternehmen vor Ort, in Georgien zu sein.

Seit September 2014 wird das Freihandelsabkommen vorläufig angewendet. In Folge zeichneten sich in den folgenden Jahren positive Impulse für die Ankurbelung georgischer Wirtschaft ab. Ihrerseits wirkte sich dieses Abkommen  auf den bilateralen Handel zwischen Deutschland und Georgien positiv aus. Im Jahre 2018 erreichte der Handelsumsatz zwischen den Ländern einen Wert von 482,26 Millionen Euro (Ausfuhr – 51,43 Mio. –  Einfuhr – 430,83 Mio.), aber das  Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft, diese Zahl weiter zu steigern. Georgien importiert aus Deutschland hauptsächlich chemische Erzeugnisse, Kfz und –Teile, Maschinen, Nahrungsmittel und Elektrotechnik. Nach Deutschland exportiert Georgien Textilien/Bekleidung, Nahrungsmittel, NE-Metalle, Stahl und Eisen und chemische Erzeugnisse. 2018 war Deutschland nicht nur der größte Handelspartner Georgiens aus der Europäischen Union, sondern auch der siebtgrößte Handelspartner weltweit.

Bilaterale Handelsvolumen:

Deutsche Investitionen in Georgien: Im Jahr 2018, in den ersten3  Quartalen investierten die deutschen Unternehmen laut den vorläufigen Angaben des georgischen Statistikamtes 35.99 Mio. $ in Georgien

Entwicklung der Anzahl von Besuchern aus Deutschland in Georgien: